DAS ERSTE SEGELN

Warmes, sonniges Spätsommerwetter mit moderatem Ostwind-es konnte losgehen.

Wie oft haben wir uns diese Momente in den letzten zwei Jahren vorgestellt und jetzt war alles fast selbstverständlich-alles klappte.

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Ein beglückender Tag!

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Nochmals danke an alle beteiligten!!!

AUFRIGGEN

Zurück in Maasholm wurden die Wanten und Stage getrimmt.

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Decksbeschläge wurden montiert um  Backstagen, Schoten und auch den Klüver anzuschlagen.

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Auch das laufende gut musste zunächst sortiert und dann angeschlagen werden.

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Zum Glück nutzten Immo und Erik Ihre Feierabende bei Windstille für die Segel-DANKE-

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DIE MASTEN WERDEN GESTELLT

Bei der Mittelmanns Werft in Kappeln ist MINGARY im vergangenen Jahr gewassert worden und Hier wurden auch die Masten gestellt.

Wir hatten ja auch eine komplett neue Mastspur erstellt und als nun Wanten und Stage angeschlagen waren, stellten wir fest, das hierfür der Mast nun etwas zu lang war.

Die neue Mastspur hatten wir exakt nach den Originalplänen gebaut und wir haben nur die Erklärung, dass die vorherige dünner war. Da aber eine solide Mastaufnahme wichtig für die Gesamtkonstruktion ist, entschieden wir uns dafür, den Mast passend um 60mm einzukürzen.

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Will Stirling war wieder aus England angereist, um uns beim Aufriggen zu helfen und er hatte nach altem Brauch eine silberne Schilling-Münze mitgebracht, welche unter den Mast als Glücksbringer gelegt wurde.

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Jetzt konnten die Masten gestellt werden.

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Mit gestelltem Rigg ging es zurück nach Maasholm.

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VORBEREITUNGEN

Bevor die Masten gestellt werden konnten, war noch einiges zu tun:

Viele freundliche Hände hatten schon die Bäume abgezogen.

Aber sie mussten genau wie die überarbeiteten Masten und der neu in der Drechselei Hermschulte gedrehte Bugspriet lackiert werden.

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Auch nutzten wir die Möglichkeit den Rumpf ohne Rigg noch einmal in die Halle zu slippen, um ihn dort nochmals zu lackieren.

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ZURÜCK NACH MAASHOLM

Der Ausbau ist nicht fertig und auch ist technisch nicht alles installiert.

Dennoch sind wir so weit gekommen, dass alle verbliebenen Arbeiten genauso gut an der Ostsee weitergeführt werden können.

Deshalb machte sich im Sommer eine gut gelaunte Mannschaft nach einem fröhlichen Abschiedsfest von Herne auf den Weg nach Maasholm.

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Im Vergleich zum Hinweg hatten wir nun schon richtigen Komfort.

Auch war es warm und die Tage waren lang. So kamen wir zügig voran.

Glücklich brachten wir MINGARY zurück zur Schiffswerft Modersitzki nach Maasholm.

TECHNIK

Aber es mussten ja nicht nur Wände, Türen und Möbel gebaut werden.

Für die technische Ausstattung war eine Planung zu erstellen, hunderte Meter Kabel zu ziehen und Verrohrung für Wasser und Abwasser, Heizung und Motorkühlung zu installieren.

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Tausend Dank an Johannes Struck und Dieter Fuchs!

Ohne Euch wäre es nicht gegangen.

DER INNENAUSBAU

In einem Schiffsrumpf gibt es keine winkligen Räume. Dadurch ist der Innenausbau viel komplexer als in normalen Wohnräumen. Wir konnten nur Schritt für Schritt arbeiten da mir eine umfassende Arbeitsvorbereitung nicht möglich war.

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Vor diesen Schritten musste ich mich aber auch für ein generelles Layout entscheiden. Mir ist ein gutes Raumgefühl und Zweckmäßigkeit wichtiger als eine möglichst große Anzahl an Räumen. MINGARY hat nun einen großzügigen Salon mit offener Kombüse an der Backbordseite, eine Einzelkabine auf steuerbord, in der Achterkabine mit sichtbarem Besanmast eine Doppel- und eine Einzelkoje, einen offenen Kartentisch mit Technikbereich und einen bequemen Toilettenraum. In der Vorschiffkabine mit V-Koje ist der Großmast sichtbar.

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Bei der Materialauswahl habe ich mich für Rahmenkonstruktionen aus Teak mit Füllungen aus Ulmenholz entschieden. Es war mir wichtig, den Innenausbau so zu gestalten, dass man sich wie  in einem 85 Jahre alten Schiff fühlt.

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DER BEGINN DES INNENAUSBAUS-ERSTELLEN DER SCHOTTS UND LAGERHÖLZER

Ursprünglich hatte ich den Plan, einen 3-D Scan des Rumpfes machen zu lassen und danach den Innenausbau des Schiffes mit CAD zu planen und fertigen.

Es stellte sich jedoch heraus, dass dies zu kostspielig und wegen der Einarbeitung in eine mir neue Software zu aufwändig ist.

Also wurden zunächst Schablonen für die Schotts angefertigt, mit denen ich dann auch die Mittschiffslinie konstruieren konnte.

Erneut zeigte sich, dass MINGARY sehr symetrisch gebaut worden ist.

Diese Schablonen wurden dann gescant und ich hatte digitale Vorlagen, um die Schotts CNC zu fräsen und die Täfelungen und Verkleidungen zu fertigen.

 

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Nachdem die Tanks wieder eingebaut waren wurden die Schotts montiert und es wurden die Lagerhölzer für den Fußboden gefertigt und eingebaut.

Provisorisch wurde ein Boden aus Verlegeplatten gelegt und endlich konnten wir bequem stehen und arbeiten-ein Meilenstein!

LACKIEREN DER RUMPFINNENSEITE

Für die Überführung nach Herne hatten wir einen sehr provisorischen Ausbau aus einem Boden und einfachen Pritschen erstellt.

Dieser wurde genau wie der Dieseltank wieder ausgebaut und es konnte mit der mühsamen Schleif- und Lackierarbeit im Rumpfinneren begonnen werden.

Bevor die Bilge lackiert wurde, haben wir die Nester zwischen den Bodenwrangen und Spanten mit Pech vergossen. So wird verhindert, dass sich hier Staunässe bildet.

 

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Es war nicht die wirklich angenehmste Arbeit, aber der Anblick des sauberen und weißen Rumpfes hat uns entschädigt.